Robin Hood - reloaded? [Teil I]

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Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  lemontea am Fr Jun 24, 2011 6:44 am

Hey ihr,
ich habe mich mal wieder an eine Geschichte gewagt. Smile
In dieser FF geht es zwar auch um TaMi, aber das wird (fast) nur eine Randgeschichte sein, denn später im Verlauf wird etwas anderes (zu Anfang wohl sehr nerviges Laughing ) in den Vordergrund rücken.

Ach, und... Nur mal so vorneweg: Bei längeren Geschichten verliere ich meistens irgendwo den Faden oder schreibe über längere Zeit nicht, weil ich einfach keine Lust habe, bzw. eine Schreibblockade.
Das war bisher allerdings nur bei LuP so und da ich festgestellt habe, dass ich mich von Anfang an mehr für den letzten Bullen interessiert habe und auch sehr viel zu diesem Thema gemacht habe, werde ich wohl nicht so schnell den Spaß am Schreiben verlieren.
Dennoch, sollte es mal vorkommen, seid mir nicht böse. ^^




------------------------------- ROBIN HOOD - RELOADED ? -------------------------------

Schwungvoll öffnete sie die Tür , in ihren Armen Berge von Akten und Papieren. Als würde sie so schon zu viel sehen, hingen ihr auch noch ihre Locken im Gesicht. Gekonnt versuchte sie die lästigen Haare wegzupusten, doch dadurch verlor sie das Gleichgewicht und der Stapel, den sie mitschleppte, fiel mit einem lauten Scheppern auf den Boden. "Verdammt!", fluchte sie und wollte sich gerade bücken, um die Sachen wieder aufzuheben, als jemand aus seinem Büro kam und sich vor sie stellte.
"Was hast du denn angestellt?"
Die eine Augenbraue hochgezogen schaute sie ihn an. "Gar nichts... Naja. Ich hab mich wohl etwas... überschätzt...?" Ihr Gegenüber grinste und half ihr mit dem Aufheben.
"Danke." Sie lächelte und wollte sich gerade abwenden.
"Tanja?" Sie drehte sich wieder um und sah seinen ernsten Gesichtsausdruck.
"Ja?" Fragend sah sie ihn an und legte den Kopf etwas schief.
"Wie geht's dir?"
"Ganz gut. Ich muss die ganzen Sachen rumschleppen, ohne überhaupt genau zu wissen wieso..." Tanja lachte, aber nicht weil sie es sonderlich lustig fand, was sie gerade gesagt hat. Sie lachte eher aus Unsicherheit. "Und wie geht's dir?"
"Auch sehr gut..." Er grinste ebenfalls, doch dieses Grinsen wirkte auch nicht unbedingt sicherer.
"Schön, Mick!"
Es war nicht schwer, den Zweien anzusehen, dass sie nur so taten, als würde es ihnen gut gehen. Das fiel auch ihren Kollegen auf, vor allem aber Andreas. Er war der Partner von Mick und machte sich Sorgen um seinen oft "schwer erziehbaren" Kollegen, denn dieser hatte sich gerade erst getrennt. Von Tanja.
Wenn Andreas ihn allerdings darauf ansprach, stritt er alles ab. Ihm würde es bestens gehen. Auch die Therapeutin Tanja wich seinen Fragen aus. Das einzige, was beide ab und zu gerne sagten war "Die Trennung war die richtige Entscheidung" oder "Wir haben gemerkt, dass wir einfach nich zusammen passen.". Warum sie sich allerdings wirklich getrennt haben, denn Andreas war sich sehr sicher, dass diese Aussagen nicht stimmten, erfuhr er nie.
"Ich werd' dann mal die Akten wegbringen!" Schon war Tanja verschwunden und auch Mick ging in sein Büro zurück, wo Andreas auf ihn wartete. "Ihr solltet euch vielleicht mal ein paar neue Gesprächsthemen überlegen. Die Frage 'Wie geht's?' kaut ihr ja mehrmals am Tag durch und kommt immer zu demselben Ergebnis." Er warf eine Dartpfeil. Mick antwortet darauf nicht, setzte sich auf seine Stuhl und zündete sich eine Zigarette an. Ihr Chef Martin Ferchert stürmte mit dem Ausruf "Neuer Fall!" ins Büro, woraufhin Mick und Andreas schnell aus dem Raum verschwanden.

Als Tanja die Akten in ihrem eigenen Büro auf den Tisch platzierte, verdrehte sie die Augen und atmete tief durch. Schon wieder so eine Situation! Immer wieder wollte sich die Therapeutin eingestehen, dass sich die Beziehung zwischen ihr und Mick seit der Trennung wieder "normalisiert" hat, sofern diese überhaupt einmal normal gewesen war. Eine freundschaftliche Beziehung eben.
Eigentlich wollte sie darüber gar nicht weiter nachdenken, denn sie wusste, wenn sie wieder öfter an Mick dachte und sich immer Gedanken machte, wäre sie sich plötzlich gar nicht mehr so sicher, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hatte.
Tanja seufzte und beschloss heute im Park zu frühstücken. Da bestand zumindest nicht die Gefahr, dass Mick ihr ständig über den Weg laufen würde. Ihr Ex-Freund... das hörte sich komisch an und es war ein ganz anderes Gefühl. Du tust es schon wieder, ermahnte Tanja sich selbst.
Im Park angekommen setzte sie sich auf eine freie Bank. Tanja schaute sich in ihrer Umgebung um und beschloss einige Schritte zu gehen. Ihre Brotdose ließ sie aber auf der Bank liegen, schließlich ging sie nur ein paar Schritte. Es waren zu der Zeit kaum Menschen dort und wenn sie welche entdeckte, waren es verliebte Paare, bei denen Tanja einfach nur die Augen verdrehen musste.
Wahrscheinlich, dachte sie, bin ich einfach nicht für eine Beziehung gemacht...
Tanja drehte sich um und wollte sich wieder ihrem Frühstück zuwenden, doch als sie in eine offene und vor allem leere Brotdose blickte, wurde ihr klar, dass das wohl nichts mehr werden würde. Genervt setzte sie sich hin und betrachtete für einen Moment die Krümel, wandte sich dann aber wieder vermeintlich spannenderen Dingen zu, wie das Beobachten der Menschen im Park.
Vor ihren Augen ging ein Paar. Sie sahen sehr wohlhabend aus, was Tanja an der Kleidung und am Auftreten erkennen konnte. Gerade als sie wieder woanders hinschauen wollte, fiel ihr ein Mädchen auf, was hinter den Spaziergängern hinterher zu schleichen schien. Das Mädchen nahm etwas aus Handtasche der Frau und ging dann ganz entspannt weiter.
"Hey!" Tanja stand auf. "Was soll denn das?!"
Das Mädchen schaute die Therapeutin verwirrt an. "Entschuldigung?"
Auch die Spaziergänger wussten nicht, was los war, aber wie konnten sie denn auch?
"Das Mädchen hier hat sie gerade bestohlen!", wandte sich Tanja an die Zwei.
"Ich bitte Sie, das ist doch ein sehr liebes Mädchen. Sie tut bestimmt nichts böses!"
Die Frau war sehr gutmütig und das Mädchen lächelte.
Tanja aber nahm die Sache nicht ganz so locker, immerhin war sie einmal Polizistin gewesen.
"Darf ich mal deine Taschen sehen?", fragte sie das Mädchen.
"Natürlich! Solange das die einzige Möglichkeit ist, meine Unschuld zu beweisen... Durchsuchen Sie mich ruhig." Sie lächelte Tanja an und diese runzelte die Stirn, da sie das gerade als etwas übertrieben empfand. Trotzdem durchsuchte sie die vermeintliche Taschendiebin, wurde jedoch nicht fündig.
Tanja wunderte sich, entschuldigte sich aber bei den Zweien. Sie gingen daraufhin kopfschüttelnd weiter.
"Ich hab doch gesehen, dass -", begann Tanja, wurde aber unterbrochen: "Sie haben nichts gefunden oder?"
Sie schüttelte langsam den Kopf.
"Na also. Ich wünsche Ihnen noch einen wundervollen Tag!" Wieder lächelte das Mädchen, doch dieses mal war klar, dass es ein aufgesetztes Lächeln war. Sie drehte sich um und ging pfeifend weg.
Tanja schaute ihr hinterher und kniff die Augen zusammen. Ich weiß doch, was ich gesehen habe...

-----------------------------------

Meinungen und Kritik sind gerne gesehen. Very Happy

lemontea



Zuletzt von lemontea am Sa Okt 29, 2011 11:42 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  lemontea am Di Jun 28, 2011 3:41 am

"Hören Sie. Ich kann gerne eine Aussage machen. Aber bitte lassen Sie mich danach wieder gehen!"
Sie schaute den Polizisten flehend an. "Du lebst auf der Straße! Das ist gefährlich!"
"Sie haben überhaupt keine Ahnung was gefährlich ist... Gut, da ist einmal was passiert... Das ist vorher noch nie passiert! Da wurden nicht einmal Menschen bedroht! Ich bin da sicher!"
Andreas schüttelte den Kopf und schob sie vor sich her in sein Büro. "Du lebst doch gerade mal 2 Wochen in dem Park!"
Das Mädchen zuckte mit den Schultern. "Und wenn schon... Es geht mir bestens!"
"Genau. Und damit das auch so bleibt, werden wir eine sichere Bleibe für dich suchen!"
"Ah, und Sie sind ernsthaft der Meinung, dass ich dort sicherer bin? Denken Sie doch mal nach... Überall können Verbrechen passieren, sonst wären Sie doch gar nicht hier."
Er öffnete den Mund um etwas zu sagen, zog dann allerdings eine Augenbraue hoch und rief nach seinem Kollegen Mick. Dieser traf wenig später im Büro ein und grinste, als er seinen verzweifelten Partner sah.
Andreas nahm Mick kurz zur Seite, damit das Mädchen nichts mitbekommen konnte.
"Die Kleine macht mich fertig!"
Mick schlug ihm auf die Schulter und lachte, ohne darauf zu antworten.
"Hör mal...", wandte er sich an den Gast, "Es ist ja nur vorrübergehend. Wenn der Fall geklärt ist und wir den Täter haben, kannst du meinetwegen solange in dem Park bleiben, wie du willst. Aber du bist Zeugin und der Mörder wird dich vermutlich auch bemerkt haben oder denkt es zumindest. Somit bist du in Gefahr und wir dürfen unsere wichtigste Zeugin doch nicht verlieren oder?" Mick zwinkerte ihr zu.
Sie schaute ihn allerdings noch fragend an. "Und wenn Sie den Täter haben, lassen Sie mich wirklich wieder gehen?"
Mick nickte, woraufhin Andreas ihn nur geschockt ansah. Er konnte doch niemals eine Minderjährige auf der Straße leben lassen! Das konnte doch nicht sein Ernst sein!
"Ich denke ich weiß auch schon bei wem du unterkommen könntest... Komm' ich bring dich hin."
Gerade als er den Raum verlassen wollte, wurde Mick von Andreas zurückgehalten. "Spinnst du?! Sie ist minderjährig! Sie darf nicht auf der Straße leben!", fauchte er, doch sein Partner ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. "Lass mich nur machen, Kollege..."


------

Würde mich immer noch sehr über eure Meinung und Verbesserungsschläge freuen. ^^
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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  lemontea am Mi Jul 06, 2011 9:54 am

Da bin ich wieder. Hab mir'n kleines Polster geschrieben, sodass ihr nicht immer solange warten müsst.
Ah, und bevor ich's vergesse: Lest euch den zweiten Teil nochmal durch! Hab da ein bisschen was dran geändert. Könnte jetzt vielleicht sogar als realistisch durchgehen. Very Happy

-------

Wenige Augenblicke später klopfte er an der Tür von Tanja Haffner. Nicht ohne Grund wollte Mick zuerst sie fragen. Einerseits war sie eine Frau und konnte unter Umständen besser für ein pubertierendes Mädchen sorgen als er selbst. Andererseits wusste er, dass er so auch mehr Zeit mit ihr verbringen würde, denn das Mädchen war eine wichtige Zeugin und er musste ab und zu mit ihr sprechen, wodruch sich natürlich nicht vermeiden ließ, dass er Tanja über den Weg lief.
"Ja?", kam es aus ihrem Büro.
Mick drehte sich zu dem Mädchen um. "Warte kurz. Ich rede erstmal mit ihr..."
Langsam öffnete er ihre Tür und betrat den Raum, in dem er sich früher oft aufgehalten hat. Damals, als er noch Tanja's Patient war.
"Mick!" Sie lächelte. Tanja freute sich ihn zu sehen, doch sie durfte es nicht zu offen zeigen, denn dann würde er sich Hoffnungen machen und es würde alles wieder von vorne beginnen. So dachte sie zumindest und ihr Lächeln verschwand. "Wie kann ich dir weiter helfen?"
Mick blieb lieber auf Abstand. Früher hätte er sich direkt vor sie gestellt, um ihr in ihre Rehaugen zu schauen und ihr zu verstehen zu geben, dass er da war. Doch jetzt hielt er es für das Beste, was er tun konnte. "Ehm... du könntest mir einen Gefallen tun..."
Tanja schaute ihn fragend an.
"Draußen steht ein Mädchen. Sie ist unsere wichtigste Zeugin, da sie sehr viel mitbekommen hat und den Täter unter Umständen wieder erkennen kann. Das Problem ist nur, dass sie auf der Straße lebt und da in Gefahr sein könnte. Wir wissen nicht, ob der Täter sie bemerkt hat, aber es ist gut möglich..."
"... und jetzt willst du, dass ich sie bei mir aufnehme?", beendete Tanja Mick's Erklärung.
"Ja."
Tanja überlegte einen Moment. "Ok. Ich mach's. Steht sie draußen?" Sie lächelte und stand von ihrem Stuhl auf, woraufhin Mick die Tür öffnete und das Mädchen den Raum betrat.
Eine gefühlte Ewigkeit starrten sich Tanja und ihre neue Mitbewohnerin auf Zeit an.
"Eh, kennt ihr euch?" Mick, der ratlos an der Seite stand und sich das einige Zeit anguckte, wurde ungeduldig.
"Ohoho nein! Zu der geh' ich ganz bestimmt nicht!" Sie wollte sich abwenden, doch sie wurde festegehalten. "Ganz ruhig, Kleine."
Sie entzog sich dem Griff und verschrenkte die Arme.
"Ich denke auch, dass es besser ist, wenn du sie woanders unterbringst", meinte Tanja und verschrenkte ebenfalls die Arme.
Mick fühlte sich, als wäre er im Kindergarten. Dabei war er es, der ,laut Meinung der anderen, am besten in einen Kindergarten passen würde...

Gespannt schaute sich das Mädchen in der Wohnung um, während Tanja hinter ihr her ging.
"Hier wohnen Sie also? Nett..."
Tanja setzte sich auf die Couch und deutete dem Mädchen sich ebenfalls zu setzen.
"Wie heißt du eigentlich?", fragte Tanja freundlich, um das Gespräch in Gang zu bringen
"Emma", kam es allerdings knapp von ihr zurück. Emma schien nicht die Bohne interessiert daran zu sein sich zu unterhalten.
"Warum lebst du eigentlich auf der Straße?" Die Therapeutin faltete ihre Hände und lächelte.
Emma zog eine Augenbraue hoch. "Hören Sie mal. Sie können mich nicht leiden und ich kann Sie nicht leiden. Können wir das nicht einfach darauf beruhen lassen?!" Sie seufzte und drehte Tanja den Rücken zu. "Eh..." war das einzige, was diese noch hervor brachte.
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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  tannikim am Mi Jul 06, 2011 9:59 pm

Klasse weiter so!!!!!!

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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  lemontea am Do Jul 07, 2011 9:32 am

Danke für die Kommentare! Smile

"Ich kann auch laufen...", brummte Emma.
Tanja lenkte ihren Wagen auf den Parkplatz und hielt an. "Ich soll mich um dich kümmern und aufpassen, also fahr' ich dich. Außerdem muss ich eh hierher. Und glaub' mir... ich kann mir echt lustigeres vorstellen."
"Ah, Sie meinen bestimmten Personen, die kurz bei Ihnen unterkommen, mit ätzenden Fragen auf die Nerven gehen?"
Tanja schaute Emma an und kniff die Augen zusammen.
Mick wartete schon am Eingang und kam auf sie zu, als er sah, dass Tanja geparkt hatte.
"Na!", begrüßte er die Zwei, doch Tanja lief zur genervt an ihm vorbei, woraufhin Emma mit den Schultern zuckte als wüsste sie von nichts.
"Also, Emma. Du lebst in diesem Park seit 2 Wochen...", begann Andreas. Emma nickte.
"Und du hast vor ein paar Tagen diesen Mord beobachtet?"
Emma schüttelte den Kopf. "Nein, ich hab lediglich gesagt, dass ich einen Mann gesehen habe. Er war maskiert, aber er hatte ein Messer in der Hand, auf dem sich eine Flüssigkeit befand. Als ich mir sicher war, dass er weg ist, bin ich dahin gegangen, wo er her kam und fand eine Frau. Überall war Blut... Ich hab den Puls gefühlt aber sie war schon tot..."
Andreas riss die Augen auf und auch Mick setzte sich aufrecht hin. "Bitte was?! Du hast die Leiche gefunden und nicht die Polizei gerufen?!"
Emma drehte den Kopf zur Seite und senkte den Blick. Sie fühlte sich schuldig. "E-es tut mir leid, aber... ich konnte die Polizei nicht rufen..."
"Aber du kannst doch auch nicht für immer in dem Park leben! Man hätte dir geholfen... Das Jugendamt hätte dich in eine Familie stecken, in der du dich wohl fühlen würdest!"
"Sie haben doch überhaupt keine Ahnung!", schrie Emma Andreas plötzlich an und stand auf. "Was glauben Sie denn wie oft ich schon in so 'wundervolle, liebe Familien' gesteckt wurde, hm?! Wenn sie mich nicht gerade wie den letzten Dreck behandelt haben, dann haben die mich fallen gelassen, als sie plötzlich ein eigenes Kind bekamen. Da war ich dann unerwünscht! Überhaupt wird das Thema Familie total überbewertet!" Sie verschrenkte die Arme und zitterte.
"Hey! Beruhig dich mal wieder, ja? Andreas hat das nicht böse gemeint! Gut, du hast vielleicht schlechte Erfahrung damit gemacht, aber es gibt immer noch gute Familien!"
Emma beruhigte sich tatsächlich und hörte auf zu zittern. Sie entschuldigte sich bei Andreas, welcher die Entschuldigung widerwillig annahm.
"Ok, ich finde wir machen erstmal Schluss für heute... bringt ja nichts mehr. Emma, du musst noch kurz mit mir im Büro warten, bis Tanja fertig ist." Als Mick den Namen Tanja erwähnte, verdrehte das Mädchen die Augen und Mick musste schmunzeln.
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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  lemontea am So Jul 10, 2011 12:55 am

Huhu! Very Happy
Hier ist mal wieder was neues... ^^
Das Polster wird wohl nicht mehr lang überleben,
aber wenn ich später noch Lust hab, schreib ich weiter... Very Happy
Mal schauen, ob ich heute abend noch was reinstelle.
______________________________

"Und Sie lagen echt 20 Jahre im Koma? Da haben Sie ja einiges verpasst!"
Emma saß Mick gegenüber und schien sich brennend für den Koma-Bullen und seine Vergangenheit zu interessien, was ihm ein Lächeln entlockte.
"Ja, kannste laut sagen. War echt hart sich auf den ganzen neumodischen Kram einzustellen und ich glaub' mit einigen Sachen werd' ich mich auch in 20 weiteren Jahren nicht anfreunden..."
Für einen Moment lachte er, genau wie Emma, doch dann wurde er ernst: "Was ist passiert, dass du kein Dach über'm Kopf hast, Emma?" Das Mädchen seufzte.
"Ich... bin Vollwaise. An meine Eltern kann ich mich nicht erinnern und auch nicht daran, dass ich jemals eine Familie hatte. Meine Mutter soll mich kurz nach meiner Geburt in ein Kinderheim gesteckt haben. Mir wurde dort später erklärt, dass sie bald sterben müsse und dies die einzige Möglichkeit wäre, da ich keine Familie mehr hatte. Alle sind tot..." Ihr lief eine Träne über die Wange. "Aber mir ging es dort nicht gut. Die Pfleger interessierten sich nicht im geringsten für uns. Einige schlugen sogar zu, wenn es Probleme gab... Ich hielt es nicht mehr aus und bin weggelaufen. Damals war ich 6. Ohne Familie. Allerdings wurde ich immer wieder gefunden und man hat mich in Pflegefamilien gesteckt, die sich aber null für mich interessiert haben. Gut, vielleicht anfangs, aber spätestens als die ihr erstes eigenes Kind bekamen war ich abgeschrieben." Mick hörte ihr gespannt zu und konnte nicht glauben, was sie erzählte.
Emma saß vor ihm. Eben noch kurz vorm Weinen, wischte sie sich jetzt die Tränen aus dem Gesicht und gab vor das starke Mädchen zu sein. Auch wenn er nicht tolerieren konnte, dass sie immer weglief, hatte Mick großen Respekt vor der zierlichen Emma. Er war sich nicht sicher, ob er die ganze Geschichte genauso locker wegstecken konnte wie sie. Emma sah ihn lächelnd mit ihren giftgrünen Augen an, doch er glaubte nicht, dass sie ihre Vergangenheit so einfach hinnahm.
In dem Moment betrat Tanja den Raum und Mick stand sofort auf.
"Hey..." Mick lächelte verkrampft. "Alles erledigt?"
Tanja lachte. Da war es wieder - das nervöse Lachen. "Ja... und ihr? Befragung gut verlaufen?"
"Ja..."
"Schön."
Beide grinsten sich an. Emma saß daneben und musste fast laut loslachen, als sie die Zwei so sah, doch sie wollte die schöne Atmosphäre nicht stören. Die würden bestimmt irgendwann darauf kommen, dass dieses Gegrinse lächerlich war... und wenn nicht, dann saß sie halt noch ein bisschen hier rum. Zur Not konnte sich das Mädchen ja auch noch bemerkbar machen.
Als sich Tanja und Mick nach ein paar Minuten immer noch angrinsten, drehte sich Emma auf dem Drehstuhl. Aber keiner der Beiden schien auch nur ansatzweise auf sie zu achten.
Sie räusperte sich und tatsächlich - die Steinmenschen schreckten aus ihrer Starre.
"Eh... ich glaub wir müssen dann mal... Emma? Kommst du?" Obwohl ihr Blick immer noch auf Mick fixiert war, richtete Tanja ihre Frage an Emma, die sich sogleich erhob.
"Tschüss!" Mick lächelte noch und winkte den Zweien hinterher.
Emma grinste und konnte sich nicht mehr halten vor Lachen, als sie das Präsidium verlassen hatten.
"Waaas?" Tanja schaute sie verwirrt an, doch das brachte Emma nur noch mehr zum lachen.
"Sie und Herr Brisgau sind die Krönung. Was läuft denn da zwischen Ihnen?" Emma schüttelte den Kopf und grinste.
"Nichts...", antwortete Tanja stur und hatte nicht die geringste Lust näher auf das Thema "Mick Brisgau" einzugehen.
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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  lemontea am Mi Jul 13, 2011 6:11 am

Ui, das Polster wird kleiner. Könnte allerdings auch daran liegen, dass die FF fast zuende ist.
Viel Spaß beim Lesen. Very Happy
_________________________________

Eigentlich wollte Emma längst schlafen. Doch in der Nacht wurde sie plötzlich wach, als sie ein Geräusch aus dem Nachbarzimmer hörte. Verschlafen rieb sie sich die Augen und sah in den Spiegel.
Ihre schulterlangen, roten Haare, die sie zu locker zu einem Zopf zusammengebunden hatte, sahen völlig zerzaust aus. Emma gähnte und trottete dann zur Tür hinaus. Nun wurde ihr klar, was sie gehört hatte.
Jemand weinte. Neugierig ging sie ins Wohnzimmer, aus dem das Weinen kam.
Tanja saß mit dem Rücken zu ihr auf dem Sofa. Das Mädchen ging näher an sie heran. "Frau Haffner? Ist alles in Ordnung mit Ihnen?" Erschrocken drehte sich Tanja zu der besorgten Emma um und wischte sich schnell die Tränen aus dem Gesicht. Emma setzte sich neben Sie auf das Sofa und reichte ihr ein Taschentuch.
"Ja, mit mir ist alles in Ordnung." Tanja lächelte dem Mädchen zu.
"Sie brauchen nicht so zu tun. Ich hab mitbekommen, dass Sie geweint haben..."
"Mir geht es gut. Du solltest schlafen gehen..."
Aber sie rührte sich nicht. Und so schwiegen sich Tanja und Emma eine Weile an.
"Ich bin nicht gut zu sprechen auf Menschen, die sich nur für Geld interessien und Menschen, die zu wenig Kind geblieben sind. Ich liebe alle Disney-Filme. In der Schule hab ich Probleme in Physik und Chemie, mit dem Rest komm' ich klar. Seit meinem 8. Lebensjahr leide ich an einer Pollenallergie. Ich mag keine Zoos wegen der Haltung der Tiere. Man sollte auch wissen, dass ich sehr technikfeindlich bin und ich mich mit einigen Sachen nie anfreunden werde. Als kleines Kind wollte ich immer so sein wie Peter Pan. Ich verabscheue Kleider. Mein Traumberuf als Kind war Pilotin... wie gesagt... Peter Pan."
Tanja schaute sie erstaunt an und Emma grinste. "Außerdem find' ich Stille unerträglich... und ich höre gerne zu, wenn jemand Probleme hat... auch wenn ich mich Ihnen gegenüber immer so mies verhalten habe. Sie können ruhig mit mir reden!"
Die Therapeutin lächelte ihr zu, winkte aber dankend ab. "Nett von dir, aber darüber spreche ich eigentlich mit niemandem. Nichts gegen dich. Du solltest jetzt aber wirklich schlafen gehen und dich nicht von mir wach halten lassen, Emma."
"Ok... schlafen Sie gut und machen Sie sich nicht zu viele Gedanken. Ich bin mir sicher, dass es eine Lösung für Ihr Problem geben wird." Das Mädchen stand auf und wollte gerade das Zimmer verlassen.
"Wir haben uns getrennt..." Tanjas Stimme war leise und brüchig. Emma wusste nicht genau, ob sie die Polizeipsychologin richtig verstanden hatte.
"Von wem haben Sie sich getrennt?", fragte sie und schaute Tanja mitfühlend an, der wieder Tränen in die Augen stiegen. Sie setzte sich wieder hin.
"Mick... ich...ich hab mich von Mick getrennt... W-wir waren... zusammen. Aber ich hatte Angst... dass es nicht klappt...", brachte Tanja unter Tränen hervor und schluchzte.
Emma atmete tief ein und schaute sie besorgt an. "Und jetzt haben Sie gemerkt, dass es Sie ohne ihn auch nicht können? Hm..."
Tanja nickte und weinte, fasste sich jedoch kurz darauf wieder, als sie dies realisierte.
"So, genug geheult für heute..." Sie strengte sich an ein gutes Lachen rüber zu bringen. "Schlaf gut!"
"Versuchen Sie auch zu schlafen... und reden Sie mit ihm. Das ist doch kein Zustand."
An der Tür drehte sich der Rotschopf nochmal um. "Ach, und bitte sagen Sie Herrn Brisgau nichts davon, dass ich dem Ehepaar damals, naja, etwas Geld geborgt hatte..."
Tanja grinste und schüttelte den Kopf.
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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  lemontea am Fr Jul 15, 2011 3:41 am

Die Nacht über lag die Therapeutin wach, dachte nach und weinte. Ihr war nicht klar, warum sie weinte oder zumindest wollte sie es nicht wahrhaben, dass Mick der Grund war. Aber je mehr sich Tanja dagegen wehrte, desto mehr wurde ihr klar, dass es gar keine andere Erklärung geben konnte.
Das Herz schlug schneller, sie fühlte sich sicher war er in ihrer Nähe.
Wie sehr wünschte sie sich, dass er jetzt hier war... bei ihr. Doch Tanja wusste, dass sie nicht mehr an ihn denken durfte. Die Trennung war das Richtige! Immer wieder versuchte sie sich das einzureden, immer wieder kamen im nächsten Moment die Tränen.
Ihr ganzer Körper zitterte, um sie herum lagen aufgebrauchte Taschentücher. Viel zu viele für eine einzige Person könnte man meinen. Aber sie wusste nicht mehr was sie tat und achtete nicht mehr auf ihre Umgebung. Wie spät es war konnte die Therapeutin nicht sagen, das merkte sie erst, als die ersten Sonnenstrahlen durch die Gardinen in ihre Wohnung strahlten. Tanja starrte vor sich hin und rührte sich nicht. Sie hatte sich nicht vom Fleck bewegt, seitdem Emma mit ihr geredet hatte. Es mussten Stunden vergangen sein, das wurde ihr nun klar.
"Mor-" Emma trottete verschlafen aus ihrem Zimmer und blieb aprupt stehen, als sie Tanja auf der Couch erblickte. So wie Emma sie noch am Vortag vorgefunden hatte. Das Mädchen verschrenkte die Arme.
Erschrocken blickte Tanja Emma an. Ihre Augen waren verheult, was der Rothaarigen sofort auffiel und sie mit einem besorgten Blick kommentierte. Als sich Emma umschaute, sah sie die Taschentücher, die überall im Wohnzimmer verstreut lagen. Mit einem Seufzer setzte sie sich zu Tanja.
"Und wie lange soll das noch so weiter gehen?"
Darauf antwortete Tanja nichts, denn ihr war klar, dass sie keine plausible Antwort geben könnte. Zumindest keine, die Emma nicht sofort angreifen würde. Die Therapeutin wandte sich ab und sah auf den Boden.
"Ich würde Ihnen raten mit ihm zu reden. Auch wenn Sie sich das nicht eingestehen, aber Sie haben doch noch Gefühle für ihn. Ich bin mir sicher, dass es ihm damit nicht anders geht. Aber sitzen Sie hier weiter rum und heulen sich in den Tag, bringt es weder Ihnen etwas noch verbessert es die Situation..."
Dem Mädchen war es ernst mit Tanja. Emma hielt sich grundsätzlich immer aus Gefühlssachen raus. Ihrer Meinung nach gab das eh nur Ärger. Doch Tanja tat ihr wirklich leid und sie wollte ihr helfen. Sofern sie da überhaupt noch helfen konnte. Allerdings hatte die Auseißerin auch noch einen anderen Plan, an den sie denken musste.
"Es würde doch nichts bringen!" Tanja verschrenkte die Arme und fuhr sich mit der Hand durch die Locken. Sie wirkte schon wieder sicherer, aber vielleicht wollte sie einfach gar nicht schwach sein. Trotzdem gelang es ihr nicht wirklich, denn ihr Zittern ließ nicht nach.
"Denken Sie doch nicht so! Sie müssen das positiv-"
"Positiv, ja? Was kann man an der Situation überhaupt noch positiv sehen, hm? Wir sind getrennt. Ich hab Schluss gemacht. Ihm geht es doch ebenfalls bestens. Das merkt man ihm doch an."
Emma zog eine Augenbraue hoch und war sich nicht sicher, ob das gerade Ironie war. Doch so bestimmt wie Tanja das aussprach, musste sie es wohl ernst gemeint haben.
Wenn ein Mensch Knoblauch isst, riecht er den Knoblauch gar nicht mehr. Vielleicht war das ja auch so in der Liebe. Geht's einem selbst schlecht, kriegt man gar nicht mehr mit, dass der andere einem ebenso was vormacht? Zumindest war Emma davon fest überzeugt.
"Ja, vielleicht." Emma rückte näher an sie heran und flüsterte: "Aber in der Zeit, in der Sie hier sitzen und sich die Augen aus dem Kopf heulen, könnten Sie mit ihm reden und ihm erzählen, wie es Ihnen geht. Dann können Sie zumindest von sich behaupten, dass Sie alles versucht haben."
Tanja nickte und schaute ihre Mitbewohnerin an. Vielleicht hatte Emma recht. Emma lächelte, nahm sich ein Taschentuch und gab es Tanja. "Vielleicht sollte ich mich noch ein bisschen frisch machen, bevor ich mit ihm spreche. Ich sehe bestimmt aus wie ein Zombie!"
"Ist das zu hart, wenn ich sage, dass das noch untertrieben wäre?"
Tanja lachte wieder etwas und schlug Emma scherzhaft gegen die Schulter.
-
Als Tanja endlich fertig war, konnte sich Emma darauf konzentrieren, was sie vor hatte. Sie lächelte Tanja noch hinterher und wartete, bis sie sich sicher war, dass Tanja weg war. Dann sprang das Mädchen auf, schnappte sich ihre Tasche, die sie immer bei sich trug, und verließ die Wohnung.
Wohin Emma wollte? In den Park, wohin auch sonst. Dort hatte sie schließlich noch etwas wichtiges zu erledigen. Jedoch konnte sie in diesem Moment nicht mal annähernd ahnen, wie wichtig ihr Abstecher in den Park werden würde...
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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  tannikim am Fr Jul 15, 2011 4:59 am

Sie muss schnell zu Mick!!!!!!!!!

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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  lemontea am Fr Jul 29, 2011 9:50 am

Vielen, vielen Dank für eure Kommentare! Das hilft mir wirklich sehr. Ich freue mich so, dass euch die Geschichte gefällt.
Hoffentlich seid ihr mir nicht böse, dass es solange mit der Fortsetzung gedauert hat. Aber ihr hattet ja auch wunderschöne Stories zum lesen, gegen die meine ja wirklich gar nicht ankommt. Smile
Viel Spaß also beim neuen Teil. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir sagt, wie ihr es findet. Smile

_______________________________________________________________
Schnell stürmte das Mädchen durch die Eingangstür des Präsidiums und lief an den verwirrten Polizisten vorbei auf der Suche nach Mick oder Andreas. Glücklicherweise fand sie diese in ihrem Büro.
"Ich muss mit Ihnen reden..." Erschöpft stand Emma in der Tür und atmete schwer.
Die zwei Kriminalpolizisten tauschten fragende Blicke untereinander aus. Was war denn bloß mit Emma los?
"Alles ok mit dir? Du bist ja völlig außer Atem! Setz dich." Andreas deutete ihr sich auf den Stuhl zu setzen, aber sie war zu aufgeregt um sich hinzusetzen.
"Ich glaub' ich weiß wer der Mörder ist!" Sie schaute ernst von dem Einen zum Anderen.
"Bitte was?! Wie kommst du denn darauf?!"
Nun setzte sich Emma wirklich hin, denn die Geschichte war doch etwas länger. Sie erzählte, dass sie im Park war, da sie dort etwas zu erledigen hatte.
"Was war denn das so wichtiges, hm?" Andreas musterte sie eindringlich, doch Emma schaute nur unsicher zu Mick. "Ich möchte darüber eigentlich nicht so gerne..."
"Emma, bitte." Mick sah sie ernst an und Emma nickte.
"Gleich am ersten Tag, an dem ich ausgerissen bin und in diesem Park war, traf ich auf ein kleines Mädchen, das geweint hatte. Sie war gerade einmal fünf oder sechs Jahre alt. Jedenfalls unterhielt ich mich mit ihr und brachte sie wieder etwas zum Lachen. Das Mädchen erzählte mir, dass sie Probleme mit ihren Eltern hatte und obwohl ich selbst nicht viel von Familie halte, gab ich ihr Tipps und sagte ihr, sie solle mit ihren Eltern sprechen. Ein paar Tage später traf ich sie wieder und sie war sehr fröhlich. Sie bedankte sich bei mir und sagte, dass sie ihren Freunden von mir erzählt hatte... Das wollte ich natürlich gar nicht. Aber irgendwie freute ich mich auch den Kindern helfen zu können... Also, um es auf den Punkt zu bringen: Heute Vormittag kam ein Junge zu mir. Er war auch etwa fünf Jahre alt und er sagte mir, dass er etwas ungewöhnliches bemerkt hatte, als sein Vater vor ein paar Tagen spät abends nach Hause kam, der eigentlich nur kurz mit der Tante des Jungen im Park spazieren wollte. Der Junge konnte nicht schlafen und hatte deshalb auf seinen Vater im Treppenhaus gewartet. Als dieser jedoch endlich zur Tür herein kam, war er ganz in schwarz gekleidet. In der einen Hand trug er eine Maske... und in der anderen ein Messer, an dem der Junge von weitem irgendeine Flüssigkeit sah. Ich wollte den Kleinen nicht beunruhigen und erzählte ihm irgendwas, fragte ihn aber unter einem Vorwand ob ich mir das mal ansehen könnte. Seine Eltern waren gerade eh nicht da, also nahm er mich mit. In der Wohnung hab ich dann das hier gefunden..."
Emma kramte in ihre Tasche, holte eine Plastiktüte hervor und hielt sie den Beiden vor die Nase. In ihr befand sich ein blutverschmiertes Messer. "Das heißt noch lange nicht, dass das die Tatwaffe ist! Du kannst doch nicht einfach Dinge aus einer fremden Wohnung mitnehmen!"
Mick gab Andreas recht, trotzdem nahm er das Messer an sich. "Wir sollten es trotzdem mal von Meisner untersuchen lassen."
Das plötzliche Klingeln des Telefons unterbrach Mick. "Emma ist weg! Ich... ich war nur ganz kurz weg. Heute Mittag war ich kurz mal nicht da und seitdem ist sie verschwunden! Mittlerweile ist es Abend, Mick. Es ist meine Schuld, ich hätte sie-"
"Tanja, Emma ist hier. Komm am besten auch her."
Emma riss die Augen auf, als sie mitbekam, dass Tanja anrief. Wie konnte sie Tanja nur vergessen?
Wenn sie ihr wenigstens einen Brief geschrieben hätte, aber das Mädchen wusste da ja noch nicht, dass sie für längere Zeit weg sein würde. Und außerdem...
"Herr Brisgau? Hat Frau Haffner eigentlich irgendwas über mich gesagt, als sie mit Ihnen geredet hatte heute?"
"Wie? Tanja hat nicht mit mir geredet..."
Ha! Wie Emma es erwartet hatte, Mick hatte keine Ahnung, also war Tanja auch nie bei ihm. Und somit würde sich diese Situation wohl nie entschärfen. Emma seufzte.
"Ach, dann hab ich da wohl was durcheinander gebracht, tut mir leid."
Wenig später betrat Tanja das Büro und stürmte sofort auf Emma zu, die sich kaum retten konnte.
"Was machst du denn? Ich hab mir Sorgen gemacht!" Tanja sah das Mädchen an und atmete dann erleichtert aus.
"Ich dachte nicht, dass ich so lange weg sein würde. Tut mir leid."
Die Therapeutin nickt und lächelt. Als sie sich jedoch umdreht und direkt in die Augen von Mick blickt, schaut sie schnell zur Seite. "Ehm, was ist eigentlich passiert?"
"Emma hat uns ein Messer mitgebracht und sie glaubt jetzt, dass das die Tatwaffe ist." Wenig überzeugt von der Geschichte verschrenkte Andreas die Arme. Entsetzt starrte Tanja zuerst auf Andreas und dann auf Emma, die ausweichend mit den Schultern zuckte. Erneut sah sie zu Mick. "Stimmt das?"
Mick nickte. "Ja. Wir müssen noch die Tests machen, aber es kann wirklich die Tatwaffe sein. Wir müssen beim Schwager des Opfers wohl etwas übersehen haben... Eine verdammte Kleinigkeit..."
"Och, Mick. Der Typ hat ein Alibi! Der kann gar nicht der Täter sein! Du spinnst dir da mal wieder irgendwas zusammen! Wir haben unsere Verdächtigen und die müssen wir weiter unter die Lupe nehmen!"
"Mein lieber Andreas, uns ist ja schon vor längerer Zeit klargeworden, dass du nicht so ein gutes Bauchgefühl hast wie ich und obwohl du vielleicht immer in diesen komischen Seminaren bist und dort ja so eine große Menge zu lernen scheinst, liegst du falsch!"
Tanja und Emma schauten von dem einen zum anderen, bis Tanja Emma antippte und ihr mit einer Kopfbewegung deutete schnell das Büro zu verlassen und die beiden allein zu lassen.
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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  tannikim am Fr Jul 29, 2011 9:52 pm

Supi geschrieben, freu mich auf die Fortsetzung. pig

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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  Keks1 am Sa Jul 30, 2011 1:12 am

Echt, tolle Story, aber bevor deine Fortsetzung kam hatte ich schon Angst, dass es nicht mehr weitergeht...
Na ja, ich bin eben ein ungeduldiger Mensch. Aber schön geschrieben, ich hätte mir nur ein bisschen mehr TaMi gewünscht. Very Happy
Also, bitte, bitte schnell weiterschreiben!

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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  mum82 am So Jul 31, 2011 6:10 am

Keks1 schrieb:Echt, tolle Story, aber bevor deine Fortsetzung kam hatte ich schon Angst, dass es nicht mehr weitergeht...
Na ja, ich bin eben ein ungeduldiger Mensch. Aber schön geschrieben, ich hätte mir nur ein bisschen mehr TaMi gewünscht. Very Happy
Also, bitte, bitte schnell weiterschreiben!

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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  lemontea am Sa Aug 06, 2011 7:45 am

cybernanny82 schrieb: Wie stur kann eine Frau eigentlich sein, sich ihre Gefühle einzugestehen. Echt heftig ;-)
Ich hoffe doch, dass Tanja nie so sein wird. Das wird nämlich noch viel schlimmer hier Laughing



Ein paar Tage später war der Fall gelöst. Auf dem Messer waren Rückstände vom Blut des Opfers zu finden, die zwar abgewischt wurden und somit nicht sichtbar waren, doch Meisner hatte Mittel und Wege um diese wieder sichtbar zu machen.
Damit konfrontiert gestand der Schwager der Toten die Tat. Er hatte eine Affäre mit der Toten und wollte diese beenden, doch seine Schwägerin hatte auf eine Zukunft mit dem Mann gehofft. Als ihr klar wurde, dass er nicht für sie empfand und bei seiner Familie bleiben wollte, wurde sie wütend und verfolgte ihn auf Schritt und Tritt. Ihrem Schwager und ihrer Schwester, die bereits von der Affäre ihres Mannes wusste, wurde das zu viel und sie entschlossen sich dem Terror ein Ende zu setzen. Der Mann bestellte sie also unter einem Vorwand in den Park und erstach sie kaltblütig, während seine Frau ihm ein Alibi verpasste und sich darum kümmerte, dass für den Mord jemand anderes verantwortlich gemacht werden würde.
Nun, der Fall war erledigt und konnte zu den Akten gelegt werden und Emma konnte wieder in ihren Park, wie Mick es gesagt hatte. Doch eigentlich wollte sie das gar nicht mehr wirklich.
Zusammen mit Tanja, mit der sie mittlerweile beim 'Du' angelangt war, saß sie nun in deren Wohnung und sie redeten über den Fall. "Ich frage mich, warum die Frau ihm das so einfach verzeihen konnte. Hallo? Der Typ hat sie eiskalt mit ihrer Schwester betrogen!"
Emma verschränkte die Arme und schien gar nicht von ihrer Meinung abzubringen zu sein. Tanja fixierte nachdenklich irgend einen Punkt in der Wohnung und sagte mit leiser Stimme: "Sie hat ihn wirklich geliebt und sie wollte sich die Ehe nicht durch eine blöde Affäre zerstören lassen. Sicherlich hat es ihr weh getan, aber wahrscheinlich war sie der Ansicht, dass man die Jahre nicht einfach so wegwerfen könnte. Jeder macht eben mal Fehler..."
Besorgt wurde sie von der Seite aus angeschaut, denn die Traurigkeit in Tanjas Stimme war nicht zu überhören. "Du liebst ihn immer noch, oder?"
Ein schwaches Nicken gab ihr die Antwort, die sich gedacht hatte. Emma seufzte. "Hey, warum hast du nicht einfach mit ihm geredet?"
"Wie, du weißt, dass ich nicht bei Mick war?" Sie schaute Emma mit aufgerissenen Augen an. Diese jedoch zuckte nur entschuldigend mit den Schultern.
"Ich wollte wirklich mit ihm reden, aber kurz bevor ich am Präsidium ankam, kamen mir Zweifel. Was sollte das überhaupt noch bringen? Wir verstehen uns doch auch so gut und eine Freundschaft ist doch viel wertvoller als eine Beziehung."
"Du scheinst ja echt recht zu haben, geht dir ja blendend. Du lachst und bist einfach nur glücklich. Ja, vielleicht macht dich eine Freundschaft mit ihm wirklich glücklicher", bemerkte Emma ironisch und absichtlich übertrieben. Dafür kassierte sie einen genervten Blick von Tanja, die allerdings schwieg.
"Emma?"
"Ja?" Sie schaute die Therapeutin fragend an, die sich zu ihr drehte und sie nun anschaute.
"Ich hab gestern mit einer sehr netten Frau telefoniert. Sie ist Leiterin eines Heims ganz in der Nähe..."
Traurig wendete Emma den Blick ab.
"Du kannst doch nicht für immer bei mir bleiben." Tanja wollte das Mädchen aufmuntern und lächelte ihr zu, doch die Worte trafen sie ganz anders, als es geplant war.
"Ach, ja? Und warum nicht?" Emma sah Tanja an und wartete auf ihre Antwort, doch diese war zunächst erstaunt darüber, dass sie ernsthaft darüber nachdachte hier zubleiben. Sie zog eine Augenbraue hoch. "Nun... in erster Linie sollte ich nur auf dich aufpassen für den Fall, dass dir etwas passieren könnte, weil du vielleicht erkannt worden sein könntest. Und außerdem bist du dort viel besser aufgehoben als bei mir."
Emma stand auf und schüttelte mit verschränkten Armen den Kopf. "Klar, vielleicht hast du recht! DU hast ja immer recht! Hauptsache dir ist alles recht, wie es den anderen damit geht, ist dir völlig egal! Weißt du was? Mir tut Mick richtig leid! Was kann er denn schon dafür, dass du Panik bekommen hast? Aber wahrscheinlich ist es besser so, dass du nie eine Familie haben wirst!" Mit einem lauten Knall fiel die Tür ins Schloss und Emma war weg.
Tanja hinderte sie nicht daran abzuhauen, dafür war sie einfach zu geschockt von ihren Worten. Und das Schlimmste daran war, dass sie den Worten wirklich glaubte. Sie, Tanja Haffner, hatte und wird nie eine richtige, eigene Familie haben. Unter Tränen brach sie auf dem Sofa zusammen...
__________

Fortsetzung folgt... demnächst oder so.
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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  proschat fan am Sa Aug 06, 2011 8:45 am

Das ist so typisch Tanja gut getroffen
sie sollte mal bei Uschi reinschneien und was trinken das sie lockerer wird .....lach..
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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  Keks1 am So Aug 07, 2011 1:33 am

Super, toll, und bitte schnell weiter! Very Happy
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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  lemontea am Fr Sep 09, 2011 8:56 am

Danke für eure Kommentare! Smile
Ich hasse es, wenn Geschichten nicht zuende geschrieben werden. Darum hier der nächste Teil.
Dass das jetzt solange gedauert hat, liegt einfach daran, dass ich nicht immer die Zeit gefunden hab um zu schreiben. Seid mir nicht böse. :/
Ach, ja: Das hier ist der vorletzte Teil der Geschichte.

_____________________________________________
Mittlerweile waren einige Wochen vergangen, in denen Tanja anfangs versuchte den Schein zu wahren. Sie wollte nicht schwach wirken, nicht vor ihren Kollegen. Aber vor allem nicht vor Mick.
Eine gewisse Zeit lang ging das auch gut und die Psychologin weinte nur, wenn sie allein war. Doch seit nun mehr einer Woche lag sie nur noch zu Hause auf dem Sofa rum und weinte. Sie weinte, dachte nach und schlief - viel mehr tat sie nicht. Es war nicht Emmas Verschwinden, was Tanja fertig machte, nein, es waren die Worte, die das Mädchen ihr an den Kopf warf. Wahrscheinlich ist es gut, dass du nie eine Familie haben wirst...
War das wirklich so? War sie kein Familienmensch? Und würde Tanja Haffner immer allein bleiben?
Fragen über Fragen, die sie einfach nicht mehr losließen. Mit jeder Minute, in der sie nachdachte, kam sie immer mehr zu dem Entschluss, dass Emma recht hatte. Schließlich war sie es, die sich damals von Mick getrennt hatte. Mick... Bei dem Gedanken an ihn, bekam Tanja schreckliche Bauchschmerzen. Er machte sich bestimmt riesige Sorgen um sie, jetzt wo sie sich lediglich bei Ferchert krank gemeldet hatte.
Vor einigen Monaten wäre er sofort zu ihr gefahren. Jetzt war das nicht mehr der Fall und Tanja wusste, dass das ihre Schuld war. Zumindest redete sie sich das ein. Vielleicht war er wirklich verletzt über die Trennung. Oder er wollte sie einfach nicht bedrängen.
Tanja warf wütend die Taschentücher weg, die sie in der Hand hielt. Sie schlug die Decke zur Seite, welche ihre zumindest etwas Wärme wiedergab. Mit zittrigen Beinen ging sie ins Badezimmer. Ja, es war nicht einfach einfach so durch die Welt zu laufen, wenn man fast die ganze Woche auf dem Sofa verbracht hatte, ohne jegliche Bewegung.
Lange betrachtete sich Tanja im Spiegel. Ihre Haare, die ins Gesicht hingen, waren nass von den Tränen und um ihre Augen erkannte die Therapeutin dunkle Ringe - das Ergebnis schlafloser Nächte.
"Was ist mit dir los, Tanja... Du bist doch sonst so stark...", flüsterte sie sich selbst zu, doch die Frau im Spiegel war nicht mehr die Tanja, die sie noch vor wenigen Wochen war. Sie schloss die Augen und biss sich auf den Mund. Weitere Tränen flossen ihr über das Gesicht. "NEIN!"
Tanja riss die Augen auf und wischte sich die Tränen weg. Sie musste etwas ändern, denn einfach nur hier rumzusitzen und sich die Augen aus dem Kopf zu heulen, half keinem.
Ein Zittern durchdrang ihren Körper, als sie sich das kalte Wasser ins Gesicht schüttete. Noch einmal betrachtete sie sich im Spiegel und nickte. Tanja hatte einen Entschluss gefasst.


Als er die Tür öffnete, freute sich Mick zunächst Tanja zu sehen. Sie schien nicht ernsthaft krank zu sein, was er gehofft hatte, aber nicht sicher wusste. Die Sorge um sie machte ihn fast wahnsinnig. Martin wollte ihm natürlich nichts verraten. Mick wollte sie unbedingt sehen, allerdings wollte er sich auch nicht bedrängen. Sie waren ja schließlich nicht mehr zusammen und Tanja würde sich sicher eingeengt fühlen durch seine ständige Nähe. Das akzeptierte er in dieser Situation nur schwer, denn ihm war nicht klar wie es ihr gehen würde. Am liebsten wäre er natürlich die ganze Zeit bei ihr gewesen, umso mehr war er froh, dass sie jetzt vor ihm stand.
Wie er bereits festgestellt hatte, sah sie nicht krank aus, aber sie hatte Augenringe und überhaupt schien sie sehr mitgenommen zu sein. "Tanja... Hast du geweint?" Besorgt sah Mick Tanja an, doch sie drehte nur den Kopf zur Seite, um ihm nicht direkt in die Augen zu schauen.
"Darf ich reinkommen?" Ihre Stimme klang anders, nicht mehr so ausdrucksstark wie früher. Früher...
Mick nickte und trat zur Seite. "Ich hab mir Sorgen um mich gemacht." Tanja, die mit dem Rücken zu ihm stand, lächelte. "Das musst du nicht. Es geht mir gut."
Er ließ die Tür ins Schloss fallen, stellte sie vor sie und schaute sie ernst an. "Gut ist anders. Mensch, Tanja, ich kenn dich doch. Mir kannst du nichts vormachen. Was ist das Problem? Ist es wegen Emma? Sie hat mich übrigens vorhin angerufen. Anscheinend ist sie bis nach Berlin gekommen und hat sich da selbst dem Jugendamt gestellt. Jetzt lebt sie im Heim und wird nicht wieder weglaufen... Was hat das Mädel angestellt?"
Sie wich seinem Blick aus und ging weiter in die Wohnung.
"Du weißt, dass ich immer für dich da bin. Auch, wenn wir nicht mehr zusammen sind..." Mick schluckte und schaute kurz zu Boden. Tanja ließ sich auf seine Couch fallen und er setzte sich neben sie. Es dauerte einen Moment, bis sie etwas sagte. Sie wollte nicht vor Mick anfangen zu weinen. "Sie meinte es wäre gut, dass ich keine Familie habe und ich allein bin. Es würde keiner mit mir aushalten..." Egal, wie sehr sie es versuchte, die Tränen konnte sie auch jetzt nicht unterdrücken. "Sie hat recht, Mick! Ich-ich bin schrecklich..."
Erschrocken über die Worte schaute er sie an. Tanja hatte ihre Tränen nicht mehr unter Kontrolle und weinte drauf los. Mick strich ihr vorsichtig über die Schulter. "Das ist Schwachsinn, Tanja! Hör auf dir das einzureden!"
Sie lehnte sich weinend an seine Schulter und er strich ihr über den Kopf. "Schscht... Du wirst nicht für immer allein sein, glaub mir. Nicht du..."
Nun hob sie ihren Kopf und schaute ihm direkt in die Augen. Mick lächelte ihr aufmunternd zu und wischte ihr eine Träne aus dem Gesicht. Sie lächelte ebenfalls und zog ihn plötzlich an sich ran, um ihn zu küssen. Zunächst erwiderte Mick den Kuss, da es das war, was er sich schon so lange erhofft hatte, doch er brach ab. "Du bist aufgewühlt, Tanja. Vielleicht solltest du dich einfach-" Aber sie legte ihm eine Hand auf den Mund und schüttelte den Kopf. Tanja küsste ihn erneut. Mick unterbrach den Kuss nicht nochmal...

_____________________________________________________________

Morgen geht's unter Umständen weiter. ^^
Freue mich über eure Meinung.

lemontea


Zuletzt von lemontea am Fr Sep 09, 2011 11:53 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  mum82 am Fr Sep 09, 2011 9:07 am

Wie geil! Mensch, irgendwann muss doch
Auch nen entscheidungsneurotiker wie Tanja mal
Klar kommen, oder ? Ich glaub zwar nicht das Mick,
das Naturell besitzt solange die Füße still zuhalten,
Aber er macht's gut.
Freue mich auf deinen letzten Teil...


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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  tannikim am Fr Sep 09, 2011 9:38 pm

Freu mich das du endlich Zeit hast weiter sunny zu schreiben. KLingt gut die Story

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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  Keks1 am Fr Sep 09, 2011 9:40 pm

Juhu! Mensch, lemontea, geil dass es weitergeht! Smile
Jetzt krieg Tanja das alles vielleicht endlich geschissen. Very Happy
Was mich aber interressiert, wo ist Emma hin? Ich hab ihr Verschwinden irgendwie verpennt. Embarassed
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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  lemontea am Fr Sep 09, 2011 11:47 pm

Keks1 schrieb:Juhu! Mensch, lemontea, geil dass es weitergeht! Smile
Jetzt krieg Tanja das alles vielleicht endlich geschissen. Very Happy
Was mich aber interressiert, wo ist Emma hin? Ich hab ihr Verschwinden irgendwie verpennt. Embarassed
Also, Daumen hoch. Very Happy
Verdammt! Du hast recht! ^^ Das wollte ich ja da noch einbauen... argh Very Happy
Habs jetzt ein wenig geändert Smile
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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  Gast am Sa Sep 10, 2011 9:13 am

awwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwww <3 Schön....Dann wird es ja jetzt wohl hoffentlich bald ein Happy End geben?! ;-)

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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  Irishgirl27876 am Mi Sep 21, 2011 7:43 am

Das ist einfach nur total toll.
Bitte, bitte mehr davon.
LG
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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  lemontea am Mi Sep 21, 2011 8:07 am

Wird wohl leider noch ein bisschen dauern mit dem letzten Teil, da ich zur Zeit viel zu tun habe für die Schule.
Außerdem ist noch ein anderes Projekt in Planung, aber dazu später mehr Smile
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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

Beitrag  Keks1 am Do Sep 22, 2011 6:11 am

Ja, dumme Schule... Smile
Das mit dem neuen Projekt wird wohl aber noch dauern, denk ich. Very Happy
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Re: Robin Hood - reloaded? [Teil I]

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